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Bilaterales Austauschprogramm für Auszubildende GJØR DET - Projektleiterkonferenz 2011
Rund 50 Ausbilder und Berufsbildungsverantwortliche aus Deutschland und Norwegen trafen sich in Bremen zur Projektleiterkonferenz des bilateralen Austauschprogramms GJØR DET.
Im Auftrag des Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Programm grenzüberschreitende Partnerschaften zwischen Unternehmen und Berufsbildungseinrichtungen und bietet Auszubildenden die Möglichkeit, 3-12 Wochen ihrer Ausbildung in Norwegen zu verbringen.
Eingeladen zur Konferenz nach Bremen waren die Projektverantwortlichen, die mit ihrem Unternehmen oder ihrer Berufsbildungseinrichtung ein Austauschprojekt im Rahmen des GJØR DET Programms durchführen.
Ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen und Workshops zu interkulturellen Themen unter dem Motto "Transparenz in GJØR DET Projekten", anschaulichen Präsentationen aus den einzelnen Projekten und vielen Möglichkeiten des Dialogs trug dazu bei, dass die Teilnehmer viele Anregungen für ihre zukünftigen Austauschprojekte mit nach Hause nehmen konnten. Fragen zur Dokumentation und Bewertung von im Ausland erworbenen Kompetenzen beantwortete Karin Küßner, von der Nationalen Koordinierungsstelle ECVET (europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung).
Ein Highlight der diesjährigen Projektleitertagung war der Empfang im Rathaus, zu dem die Bremer Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, Renate Jürgens-Pieper geladen hatte. Unter den Gästen war auch Erik Sandvik, Seniorberater im norwegischen Ministerium für Bildung und Forschung.
Abgerundet wurde der zweitägige Erfahrungsaustausch durch den Besuch des Schulzentrums am Rübekamp. Das Institut für Bildung in der Lebensmittelwirtschaft führt in Kooperation mit diesem schon seit sechs Jahren ein Austauschprojekt mit einem norwegischen Ausbildungszentrum durch. Auszubildende aus dem Bereich der Gastronomie und dem Braugewerbe stellten den Konferenzteilnehmern das Austauschprojekt vor. Die Konferenzteilnehmer hatten außerdem die Gelegenheit, die Produktions- und Ausbildungsstätten kennenzulernen.
Die nächste Projektleiterkonferenz für GJØR DET findet vom 12. bis 14. September 2012 im norwegischen Tromsø statt. Den Programmablauf und das Anmeldeformular finden Sie einige Wochen vor Konferenzbeginn unter: www.giz.de/bilaterale-programme
Rund 40 Ausbilder und Berufsbildungsverantwortliche aus Deutschland und den Niederlanden trafen sich in Harderwijk in den Niederlanden zur Projektleiterkonferenz des bilateralen Austauschprogramms BAND.
Die Tagung fand im ROC Landstede Opleidingen statt, einem niederländischen Ausbildungszentrum, dass im BAND Programm seit fünf Jahren ein Austauschprojekt mit Partnern aus Deutschland durchführt. Das Ausbildungszentrum gibt seinen Auszubildenden aus dem Bereich der Bürokommunikation die Möglichkeit mehrere Wochen während der Ausbildung in Betrieben in Deutschland zu verbringen.
Die Programmverantwortlichen der GIZ und dem niederländischen Pendant CINOP informierten die Teilnehmer über Neuigkeiten aus dem Programm. Wouter Smit von CINOP präsentierte das ECVET (Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung). Mit diesem System sollen berufliche Fertigkeiten und Kenntnisse, die während eines Aufenthalts in einem anderen Land oder in unterschiedlichen Lernsituationen erworben wurden, dokumentiert und transparent gemacht werden.
Ein abwechslungsreiches Programm mit anschaulichen Präsentationen aus den einzelnen Projekten und vielen Möglichkeiten des Dialogs trug dazu bei, dass die Teilnehmer nach den zwei Konferenztagen wertvolle Anregungen für ihre zukünftigen Austauschprojekte mit nach Hause nehmen konnten.
Abgerundet wurde der Erfahrungsaustausch durch den Besuch des Bouw Infraparks, einem Ausbildungszentrum mit angeschlossenem Gewerbegebiet, bei dem die Teilnehmer Gelegenheit hatten, die Produktions- und Ausbildungsstätten kennenzulernen.
Die nächste Projektleiterkonferenz findet wieder in Deutschland statt. Ort, Termin und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.giz.de/bilaterale-programme

Seminar zu den bilateralen Austauschprogrammen für Auszubildende
(GJØR DET und BAND)
Was muss bei der Antragstellung für ein Austauschprojekt beachtet werden? Wie evaluiere ich mein Projekt? Was muss mit dem Projektpartner vor Projektbeginn besprochen werden? Zu diesen und anderen Fragen rund um die Planung und Umsetzung von bilateralen Austauschprojekten diskutierten knapp 40 Ausbildungsverantwortliche aus Unternehmen und Institutionen. Das Seminar richtete sich an potentielle Antragsteller, wurde aber auch von Projektträgern besucht, die bereits seit vielen Jahren Austauschprojekte im Rahmen dieser Programme durchführen.
Von der Antragsstellung, über die Ausbildungsinhalte während des Austauschs bis hin zur Projektevaluation und Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt - anschaulich berichteten Angelika Ivens und Ellen Lenders von der Industrie- und Handelskammer Aachen von ihrem Austauschprojekt. Die IHK tauscht seit 2009 mit ihrem niederländischen Partner, einem regionalen Ausbildungszentrum (ROC Landstede) Auszubildende aus dem Bereich Einzelhandel aus.
Andere Projektverantwortliche laufender Austauschprojekte trugen auch in der anschließenden Fragerunde mit ihren Berichten dazu bei, dass die Teilnehmer mit viel neuen Eindrücken und Wissen nach Hause gingen. Abgerundet wurde das eintägige Programm durch Präsentationen der Programmverantwortlichen der GIZ zu Qualitätsaspekten von Austauschprojekten. In Einzelberatungsgesprächen konnten am Ende der Veranstaltung individuelle Fragestellungen der Interessenten geklärt werden.
Auch in 2012 wird wieder ein Fachseminar in Bonn stattfinden. Den Termin und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.giz.de/bilaterale-programme

Bei strahlendem Sonnenschein feierte das SOS-Berufsausbildungszentrum die Eröffnung seines deutsch-niederländischen Mustergartens in Berlin Spandau.
Der Mustergarten, der von Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau auf dem Gelände des Berufsausbildungszentrums gebaut worden war, ist das Ergebnis eines dreijährigen Musterprojektes des Berufsausbildungswerks mit der niederländischen Berufsschule Helicon. Möglich wurde dieses Projekt im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programms BAND, das Austauschprojekte für Auszubildende in der dualen Erstausbildung fördert. Ziel des Austauschprogramms ist die Schaffung langfristiger deutsch-niederländischer Partnerschaften zwischen Unternehmen und ausbildenden Institutionen.
Die Schirmherrschaft für den neuen Garten übernahm Konrad Birkholz, Bürgermeister von Spandau. Bei der Eröffnung lobte er das Projekt, das über das Theoretische hinaus ins Praktische gehe: „Junge Leute erarbeiten gemeinsam etwas und lernen voneinander.“ Birkholz betonte, dass die Auszubildenden besonders auf den Erhalt des Europasses stolz sein können, der ihnen nach absolviertem Austausch überreicht worden war, stehe er doch dafür, dass man wie in alten Zeiten auf Wanderschaft gewesen sei.
Burkhard Schäfer, Leiter des Berufsausbildungszentrums erzählt zur Begrüßung von der Idee hinter dem Austauschprojekt. Es sei wichtig, dass die "Jugendlichen mal über den Tellerrand von Spandau hinweg schauen".
Uta Bohacek, Europabeauftragte des Bezirksrats von Spandau zeigte sich ebenfalls beeindruckt vom Ergebnis des Austauschprojektes. „Europa lebt von der Umsetzung von Ideen, das macht Europa erfahrbar", hob sie hervor. Die Beschäftigungschancen junger Menschen durch die Förderung der Mobilität in der EU zu verbessern, sei auch das Ziel der Strategie „Europa 2020“. Mit Blick auf das Austauschprojekt könne man daher sagen: „Wir sind nicht mehr weit davon entfernt."
Dass ein Austausch auch beim einzelnen viel bewirken kann zeigt das Beispiel von Sascha Mende. Der Auszubildende bekam schon während seines Aufenthalts in den Niederlanden ein Arbeitsangebot von einer niederländischen Zeitarbeitsfirma. Er entschied sich jedoch zunächst seine Ausbildung zu beenden und kehrte anschließend zurück in die Niederlande, um dort zu arbeiten und weitere praktischer Erfahrungen zu sammeln. Mende war beeindruckt von den Dimensionen der niederländischen Gärten und der eingesetzten Technik, die er dort bereits während des Austauschs kennen lernen durfte. Er habe nicht lange gezögert, als ihm die Zeitarbeitsfirma ein Angebot gemacht hätte. Der junge Mann ist dankbar, dass er diese Erfahrungen machen konnte.
Auf Sprachprobleme und die Stellung als „Gastarbeiter“ angesprochen, erzählt Mende: “Da kann man mal sehen, wie es ist, als Fremder in ein anderes Land zu kommen. Die Arbeitsweisen sind anders als hier und meine Vorgesetzten haben viel von mir verlangt." Mende berichtete weiter, dass es ihm geholfen habe, in einen Sportverein einzutreten und seinen Führerschein zu machen, um Anschluss zu finden. "Man muss sich anpassen, um integriert zu werden. Dann klappt es schon, “so Mende. Es hat ihm so gut gefallen, dass aus einem Jahr anderthalb wurden. Heute kommen ihm seine Auslandserfahrungen bei Bewerbungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu Gute.
Das SOS-Berufsausbildungszentrum Berlin und die niederländische Berufsschule Helicon haben über drei Jahre ein sogenanntes Musterprojekt durchgeführt. Bei Musterprojekten handelt es sich um Austauschprojekte mit höheren inhaltlichen Anforderungen, die im Rahmen längerfristiger Austauschpartnerschaften entstehen und sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.
Mehr Informationen zu den Antragsmodalitäten von Musterprojekten (Antragsfragen Musterprojekte, Ausschreibungstext Musterprojekte) finden Sie in unserer Rubrik "Formulare" unter den Formularen des BAND-Programms.