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Das Angebot steht prinzipiell Jugendlichen und jungen Menschen offen, die nicht mehr vollzeitschulpflichtig sind. Für einen Auslandseinsatz muss man aber meist volljährig sein. Für die Teilnahme an einem Freiwilligendienst gibt es teilweise Taschengeld; Unterkunft- und Verpflegung werden bei vielen Einsätzen gestellt, auch begleitende Seminare gehören dazu. Seriöse Freiwilligen-Projekte findet man, wenn man sich an den Kriterien der "Organisation Qualität" in Freiwilligendienst orientiert. Sie vergibt ein Gütezeichen an Freiwilligendienste, die nach ihren Grundsätzen arbeiten. Informationen dazu und eine Liste der zertifizierten Anbieter gibt es bei der Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten (quifd)
Es gibt verschiedene Formen von Freiwilligendiensten:
Der Internationale Freiwilligendienst bietet vielseitige Möglichkeiten Erfahrungen im Ausland bei gemeinnütziger Mitarbeit in ökologischen, sozialen oder kulturellen Projekten zu sammeln. Über das BMZ wird der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "weltwärts" angeboten. Eine Liste der Organisationen die "weltwärts" anbietet findet sich im Internet. Allgemeine Informationen und Kontaktdaten zu Freiwilligendiensten bietet das Internetportal entwicklungsdienst.de
Beim Europäischen Freiwilligendienst arbeiten Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren im europäischen Ausland an gemeinnützigen Projekten. Der Einsatz dauert sechs bis zwölf Monate. Das Programm umfasst Vor- und Nachbereitung, ein Begleitprogramm, Reise, Unterkunft und Verpflegung, Taschengeld und einen Sprachkurs. Solche Organisationen und weitere Informationen über den Freiwilligendienst sowie eine Projektdatenbank findet man auf der Web-Seite go4europe. Fragen zum Europäischen Freiwilligendienst beantwortet auch das europäische Informationsnetzwerk Eurodesk
Beim selbstfinanzierten Freiwilligendienst kann man sich direkt an die Freiwilligenorganisationen wenden. Das Einsatzspektrum reicht von Kultur bis Ökologie. Aufenthaltsdauer beträgt mindestens drei Monate. Bewerben können sich junge Leute ab 18. Die Kosten für den Einsatz (Reise, Unterkunft, Verpflegung) trägt der Teilnehmer selbst
Weitere Möglichkeiten sind das Freiwillige Soziale Jahr oder das Freiwillige Ökologische Jahr. Das FSJ und FÖJ können als Zivildienst anerkannt werden. Einen Überblick über Einsatzmöglichkeiten gibt die Broschüre „Für mich und für andere“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Man kann sie kostenlos anfordern unter Tel. 01888-8080800 oder von der Web-Seite des Ministeriums herunterladen. Über Freiwilligendienste informiert auch eine Broschüre der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB). Weitere Informationen gibt es außerdem beim Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr und beim Bundesarbeitskreis Freiwilliges Ökologisches Jahr
Eine Alternative zum Zivildienst in Deutschland ist der Andere Dienst im Ausland. Dieser wird durch das Zivildienstgesetz geregelt. Die Dauer beträgt mindestens zwei Monate länger als der Zivildienst (zurzeit 11 Monate). Der Andere Dienst im Ausland muss vor Vollendung des 23. Lebensjahres angetreten werden. Die Unterkunft und Verpflegung werden gestellt die Reisekosten i.d.R. übernommen. Weitere Informationen gibt es bei "Anderer Dienst im Ausland" und unter "Zivildienst im Ausland"