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11/2003
 

[ SPD-Forum: „Eine Welt beginnt vor Ort“ ]

Die Entwicklungszusammenarbeit der Länder und Kommunen bietet die Chance, Entwicklungspolitik dort anzusetzen, wo sie sonst zu selten einen Platz hat: an der Basis in der eigenen Gesellschaft. Das sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul auf einer Konferenz des Forums Eine Welt der SPD am 7. Oktober im Willy-Brandt-Haus in Berlin. Gut 100 Teilnehmer diskutierten dort unter dem Motto „Eine Welt beginnt vor Ort“ über die entwicklungspolitische Arbeit von Ländern und Kommunen.

Als ein besonders gelungenes Beispiel wurde die Aktion Tagwerk hervorgehoben, an der sich in Rheinland-Pfalz insgesamt 279 Schulen beteiligt hatten. Am 15. Juli gingen Schülerinnen und Schüler in Betriebe und Behörden, um dort einen Tag lang zu arbeiten und Geld für entwicklungspolitische Projekte in Ruanda zu verdienen. Nicht nur finanziell, sondern auch mit Blick auf die langfristige schulische Beschäftigung mit Eine-Welt-Themen und die Öffentlichkeitswirkung sei die Aktion Tagwerk von großer Bedeutung, hieß es in Berlin.
Mit Blick auf die bevorstehende Weltkonferenz für erneuerbare Energien im Juni 2004 in Bonn („renewables 2004“) sprachen die Teilnehmer sich für eine intensive Beteiligung der Länder und Kommunen am Vorbereitungsprozess aus, unter anderem in Form einer Konferenz, die die Rolle der Kommunen zum Thema haben solle.

Konstantin Woinoff