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Straßen fördern Entwicklung


10/2005
 

Straßen und Entwicklung

Der Ausbau von Verkehrswegen mit dem Ziel, die Wirtschaft auf Trab zu bringen, gehört seit langem zum entwicklungspolitischen Instrumentarium. Aber nicht jede Straße erzielt die gleiche Wirkung. Den größten Beitrag zur Armutsreduzierung liefern einfache, unbefestigte Straßen im ländlichen Raum – und nicht etwa Schnellstraßen oder Autobahnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington zum Ausbau des Straßennetzes in China. Demnach hat die Regierung der Volksrepublik die Schnellstraßenverbindungen zwischen den chinesischen Wirtschaftszentren seit 1988 jedes Jahr um 44 Prozent erweitert. Die ländlichen Straßen dagegen wuchsen nur um drei Prozent jährlich. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Beitrag einfacher Straßen zum Bruttoinlandsprodukt in Relation zu den Kosten viermal höher ist als der Beitrag gut ausgebauter Schnellstraßen. Laut IFPRI tragen unbefestigte Straßen nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Städten stärker zu Wachstum und Armutsreduzierung bei als Schnellstraßen. Die chinesische Regierung solle deshalb künftig dem Ausbau des ländlichen Straßennetzes Priorität einräumen. (ell)




http://www.ifpri.org/pubs/abstract/abstr138.htm