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 04/2005
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[ Harmonisierung ]
Indikatoren für effektivere Hilfe
Mit einer Erklärung, die Wirksamkeit der Entwicklungshilfe erhöhen zu wollen, ist ein Treffen von mehr als 100 Geberländern und internationalen Entwicklungsorganisationen Anfang März in Paris zu Ende gegangen. Die Paris Declaration on Aid Effectiveness schreibt die so genannte Rom-Deklaration fort, in der sich die Geber vor genau zwei Jahren darauf verpflichtet hatten, ihre Entwicklungszusammenarbeit an Strategien, Institutionen und Strukturen der Partnerländer anzupassen (alignment) und stärker aufeinander abzustimmen (harmonisation). Die Paris-Deklaration bekräftigt diese Ziele und formuliert darüber hinaus zwölf Indikatoren als Maßstäbe für Fortschritt zum Beispiel die Zahl der Entwicklungsländer, die Entwicklungsstrategien vorweisen können; die Summe der Entwicklungshilfezahlungen, die von den Partnerländern budgetiert sind; die Summe der Hilfsleistungen, die fristgerecht ausgezahlt werden; die Höhe der Programmhilfe und der Anteil geberübergreifender Missionen und Evaluierungen. Bis zur UN-Millenniumsveranstaltung im September wollen sich Geber- und Partnerländer darauf verständigen, welche Ziele gemessen an diesen Indikatoren sie bis zum Jahr 2010 erreichen wollen. Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau wollten die Europäische Union und einige Partnerländer schon in Paris verbindliche Standards festlegen, scheiterten damit jedoch am Widerstand Japans und der USA.
Laut dem Bericht einer Arbeitsgruppe beim Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der OECD hat es seit dem Treffen in Rom Anfang 2003 einige ermutigende Ansätze gegeben, die Entwicklungszusammenarbeit effektiver zu gestalten. Andererseits seien Harmonisierung und Anpassung der Hilfe an die Strukturen der Partnerländer noch keine gängige Praxis. Der Bericht, der Arbeitsgrundlage für das Treffen in Paris war, bemängelt, dass bislang nur wenige Geber Verfahren zur Förderung von Harmonisierung und Anpassung eingeführt haben. Deutschland hat seit April 2003 einen solchen Aktionsplan. Der DAC-Bericht spricht sich dafür aus, Projektmitarbeitern in Partnerländern mehr Entscheidungsbefugnisse zu geben und die Kommunikation zwischen ihnen und Ministerien beziehungsweise Durchführungsorganisationen der Geberländer zu verbessern. Es bestehe das Risiko, dass das Wirrwarr der verschiedenen Initiativen zur Effektivitätssteigerung nur ständig neue Diskussionsgruppen hervorbringe, die vor allem ,Rauschen produzieren und nicht so sehr positive Wirkung auf Länderebene erzielen. (ell)
Weitere Informationen:
http://www.aidharmonization.org
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